Ein Stück Machterhalt

Albrecht von Lucke – Blätter für deutsche und internationale Politik: Als am 5. März 1969 der Sozialdemokrat Gustav Heinemann im dritten Wahlgang (mit 512 zu 506 Stimmen) zum dritten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden war, sprach er alsbald von einem „Stück Machtwechsel“. Völlig zu Recht, wie sich zeigen sollte, denn nur ein gutes halbes Jahr später wurde Willy Brandt von einer knappen Mehrheit aus SPD und FDP zum ersten Bundeskanzler der Republik gewählt, der nicht der Union angehörte. 20 Jahre nach Gründung der Republik war der Machtwechsel vollbracht.
 
Wenn dagegen am 18. März dieses Jahres Joachim Gauck mit den Stimmen aller Bundestagsparteien – bis auf jene der Linkspartei – zum Bundespräsidenten gewählt werden wird, kann man mit Fug und Recht von einem Stück Aberwitz sprechen. Denn kein Präsident in der Geschichte der Bundesrepublik ist auf absurdere Weise zustande gekommen als dieser vermeintliche „Konsenskandidat“. Und hinter keinem verbarg sich größerer Dissens, sprich: das pure Macht- und Interessenkalkül aller Parteien.
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