“Drei Viertel des Bundestags verstehen die Krise nicht”


(Christoph Weckwerth interviewt Axel Troost – ZEIT.DE, 29.3. 2013)

Ich würde sagen, dass parteiübergreifend drei Viertel der Bundestagsabgeordneten die Krise nicht verstehen, weil sie sie fälschlicherweise für eine Staatsschuldenkrise halten. Aber selbst wenn die Staaten sich überhaupt nicht mehr neu verschulden würden, hätten sie die aktuellen Probleme.

Der europäische Weg mit Schuldenbremse, Fiskalpakt und Austeritätspolitik vernachlässigt immer noch das Wirtschaftswachstum. All die Hilfen der EU, die manchen wie Geschenke erscheinen, sind in Wahrheit mit vergifteten Auflagen versehen.


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Eine Antwort auf “Drei Viertel des Bundestags verstehen die Krise nicht”

  1. Karl-Heinz Irgang sagt:

    Das Verständnis reicht ja noch nicht einmal dafür aus um zu erkennen, dass die Forderung nach einem landesweiten integralen Taktfahrplan für die Bahn eben einen Tiefbahnhof in der in Stuttgart geplanten Form ausschließt. Wie sollen dann solche Leute die an sich ursächlich verschiedenen Themen Staatsschulden und Finanzmarktkrise auseinander halten? Fatal ist wenn das nicht gelingt, dann werden (wie reichlich geschehen) die falschen Instrumente in Parlamenten beschlossen und damit gewissermaßen erst eine Staatsbeteiligung an der Finanzmarktkrise verursacht. Fatal ist dass damit einerseits die Spekulationen für viele Radikalkapitalisten noch interessanter werden und andererseits die Staatshaushalte von Ertragseffekten abgekoppelt wurden – eine klassische Spirale nimmt (nahm) ihren Lauf. Sicher waren in den 1920er Jahren Strukturen und Ausprägung anders, aber die Mechanismen sind gleich. Auch damals waren die meisten fachkundigen Berater nichts anderes als Lobbyisten und die Mehrheit der heutigen Parlamentarier und Regierenden können wie ihre politischen Ahnen da nicht mehr differenzieren. (wie beim Stuttgarter Bahnhof)

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