Defizite der Demokratie


(Ulrike Pfeil – Schwäbisches Tagblatt Tübingen, 15. Mai 2013)
Westliche Demokratien verstehen sich zumeist als vorbildlich. Doch Vorsicht: Aus der Sicht des italienischen Philosophen und diesjährigen Lucas-Preisträgers Giorgio Agamben offenbaren sie Räume der Rechtlosigkeit wie sie auch totalitären Regimen zu eigen sind.


Das Konzept „Krise” werde von den Regierenden als Passwort benutzt, um Maßnahmen durchzudrücken, die das Volk nicht akzeptiert und die nicht legitim sind.

Wenn der Ausnahmezustand in der Demokratie zur Regel wird, dann nähert sie sich dem Totalitarismus an, so Agamben.

Dies erklärt für ihn auch die weithin ausbleibende Opposition gegen ein Europa, dessen Verfassung (Vertrag von Lissabon) „vollkommen ohne Legitimation” ist.

So habe sich die Demokratie in eine „Ademie” verwandelt, die von den Regierenden gewollte Abwesenheit des Volks in der Politik.

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Der nach Dr. Leopold Lucas benannte Preis wurde 1972 zum 100. Geburtstag des in The­re­sien­stadt umgekommenen jüdischen Gelehrten und Rabbiners von dessen Sohn Franz D. Lucas gestiftet. Leopold Lucas hatte an der Uni Tübingen promoviert. Der Hauptpreis ist mit 50 000 Euro dotiert. Er wurde dieses Jahr zum 40. Mal verliehen.


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