Fachkräftemangel?
Steigende Löhne wären ein Indikator – doch sie steigen nicht!


(ANDY SCHARF – Freie Presse Chemnitz, 22.5.2013)  Die Wirtschaft ruft nach Personal. Dabei gibt es keine Anzeichen für einen größeren Mangel in Sachsen. Denn sonst müssten die Löhne steigen, meint ein Wissenschaftler.

Aktuell gibt es keinen flächendeckenden und branchenübergreifenden Fachkräftemangel”, sagt Agentursprecher Frank Vollgold. Engpässe zeichneten sich lediglich in einzelnen Berufen ab. Rar seien Pflegekräfte, Mediziner und Softwareentwickler.

“Fachkräftemangel ist dann ein Thema, wenn Firmen nicht bereit sind, ordentliche Löhne zu zahlen. Steigende Löhne wären ein Indikator für Engpässe — doch sie steigen nicht”, sagt [Karl] Brenke [Wirtschaftswissenschaftler].
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Anmerkung G.K.: Das gilt nicht nur für Sachsen, so schreibt der Nachdenkseiten-Leser J.R. am 6. Juni 2012:
“Als Diplom Ingenieur Maschinenbau mit nunmehr 25 Jahren Berufserfahrung als RAMS Spezialist, kann ich diesen Schwachsinn wirklich nicht mehr hören. Zumindest im Ingenieurbereich gibt es keinen Fachkräftemangel, andernfalls ließe es sich nicht erklären, dass Arbeitgeber Gehälter bis zu 25% unter Tariflohn bieten, tausende Ingenieure von Sklaventreibern (=Leiharbeitsfirmen) zu Dumpinglöhnen bei deutschen Unternehmen eingesetzt werden und sehr viele Absolventen keinen oder allenfalls schlecht bezahlten Job finden. Der einzige Grund für diese jährlich wiederkehrende Propaganda ist der, die Gehälter in diesem Bereich noch weiter zu drücken. In meinen Augen ist es beschämend, wie sich mittlerweile die gesamte deutsche Journalistenriege hier gleichschalten lässt und ohne selbst zu recherchieren, kritiklos für die Interessen der Industrie eintritt.”


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