Finnland: Gute Schule


(Orlando Pascheit – Nachdenkseiten, 15.5. 2013)    Finnlands Erfolge beruhen auf einem Bildungssystem, das allen die gleichen Chancen gibt. Als Pasi Sahlberg, Autor, Lehrercoach und Direktor des in Helsinki ansässigen Centre for international mobility and cooperation (CIMO), bei einem Podiumsgespräch des US-Senders PBS aufgefordert wurde, Finnlands pädagogisches Rezept zu verraten, antwortete er mit strahlendem Lächeln: “Zuerst einmal ist bei uns die Schule für alle kostenlos, von der Vorschule bis zur Universität!” Damit erübrigte sich jeglicher Vergleich mit dem US-amerikanischen Modell.

In Finnland schließt die Mehrheit (etwa doppelt so viel wie in Deutschland) der Jugendlichen die Schule mit der Hochschulreife ab, während in Deutschland Stimmen laut werden, welche eine Gymnasialquote von 20 Prozent und eine Studierquote 20 Prozent eines Altersjahrgangs fordern. Besonders ärgerlich wird es, wenn dann Fachleute wie Elsbeth Stern auf das Beispiel Finnland hinweisen, dass die Kinder dort bis zum Alter von 15 Jahren gemeinsam eine Schule besuchen und dann ausgesiebt werden. Sie weiß offensichtlich nicht, dass die Schüler nach der neunjährigen Gemeinschaftsschule entweder an das Gymnasium oder an die Berufsschule wechseln, an der sie allerdings auch das Abitur machen können. Ferner wird die Zulassung zum Studium an allen finnischen Universitäten durch eigene Aufnahmetests und Vor­stel­lungs­ge­sprä­che geregelt, was die Bedeutung des Abiturzeugnisses zusätzlich mindert.


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