SPD-Waiblingen: Wir lehnen eine Große Koalition ab!


Der SPD-Ortsverein Waiblingen (Rems-Murr Kreis, Baden-Württemberg) beschloss in seiner Hauptversammlung am 27.September 2013 mit großer Mehrheit (über 80%) einen Antrag gegen eine Große Koalition.

Der Antrag als pdf

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6 Antworten auf SPD-Waiblingen: Wir lehnen eine Große Koalition ab!

  1. U. Z. sagt:

    Nicht nur, dass die SPD bis zur Unkenntlichkeit in dieser neuen deutschen Einheitspartei geschliffen werden wird (man könnte auch sagen geschleift – nettes Wortspiel!), wir schaffen doch mit einer 80%igen Mehrheit im Bundestag praktisch den Parlamentarismus ab.
    Wollen wir das wirklich?
    Ich glaube nicht an eine Ablehnung durch die Mitgliederbefragung. Schon der Parteikonvent war für mich eine Enttäuschung. Erst werden im Fernsehen Teilnehmer auf dem Weg zum Konvent befragt, die alle betonen, mit “nein” stimmen zu wollen, dann gibt es eine 86 %ige Zustimmung. Ich versteh’s nicht. Welche Droge hat die Parteispitze dort verabreicht?

  2. Hans Joachim Richrath sagt:

    Eine große Koalition wird uns endgültig dem Garaus machen.
    Während sich die Grünen in der Opposition fit halten für den Wechsel mit der CDU, nach der Hälfte der Legislaturperiode werden sich die Linken aller sozialpolitische Themen, ob finanziell machbar oder nicht, annehmen. Folge wird sein das unsere SPD in der Beliebigkeit versinkt wie es nun ja Baden Würtemberg schon ergeht. Hier profiliert sich ausschliesslich Kretschmann.
    Wir sollten diesem schwerwiegenden Fehler schon im Vorfeld und während der Koalitionsverhandlungen aktiv energisch entgegentreten. Und wir sollten uns fragen wer Die SPD in den nächsten 10 bis 15 Jahren ohne eigene Karriereoption wieder aus der ( Scheisse ) sorry, führt.
    H.J.Richrath OV Kusterdingen

  3. Peter Boettel sagt:

    1. Bei der geballten Übermacht der CDU/CSU-Vertreter bei den Sondierungsgesprächen wird doch der größte Optimist nicht erwarten können, dass die SPD auch nur ein Minimum ihrer inhaltlichen Forderungen durchsetzen wird, geschweige denn in einer Regierung; hier wird sie im vorauseilenden Gehorsam Zugeständnisse machen in der Hoffnung, dass Merkel das Gleiche tut, s. Müntefering mit Rente ab ’67.
    2. Die Situation mit der großen Koalition im Jahre 1966 bzw. 1969 war völlig anders, die Regierung Erhard war von der FDP und der eigenen Partei gestürzt worden, die Union hatte nach 20 Jahren Regierung abgewirtschaftet, vor allem aber konnte Willy Brandt mit der SPD Teile der APO einbinden und die FDP war noch eine andere Partei, s. Freiburger Thesen und Leute wie Flach, Maihofer u.a.

  4. Susanne Föll sagt:

    Ich finde den Antrag der SPD-WN gut und notwendig, denn welche Möglichkeit hätte die SPD denn überhaupt, sich in einer Großen Koalition unter Merkel als politische Alternative zu profilieren?
    Chance Mitgliederbefragung!

  5. Hans-Adolf Bode sagt:

    Hallo und einen guten Tag wünsche ich Euch aus Durban Südafrika.
    Willy Brandt sagte es gibt eine Mehrheit neben der CDU / CSU, stimmt.
    58,5 % waren gegen Merkel.
    Grosse Koalition nur wenn viele Teile der SPD Wünsche erfüllt werden.
    In der Reihenfolge. Bürgerversicherung, Mindestlohn, Mietpreisbremse, gleicher Lohn für
    Leiharbeiter, Ende des Betreuungsgeldes, Steuersatz für Reiche auf mindestens 47% anheben. Wobei ich zum Wohle vieler Bürger eine Bürgerversicherung als wichtigen Punkt eins betrachte. Damit kann die SPD punkten. Nebenbei, ich bin privatversichert,
    ärgere mich aber trotzdem, dass ich innerhalb von Stunden einen Arzttermin bekomme,
    meine Frau DAK versichert, muss oft Wochen warten.

    Frage, ist eine Minderheitsregierung etwas so unanständiges ?

    Viele Grüsse vom Frühling in Durban
    Hans-Adolf Bode

  6. Günter Klepser sagt:

    Den Kommentar von Hans Leopold Schlobach füge ich HIER bei. Die meisten seiner Standpunkte möchte ich nicht kommentieren – aber seine Behauptung: “Willy Brandt hat sich in einer großen Koalition profiliert. Wenn der das konnte, können das andere auch” kann ich nicht so stehenlassen. Glaubt Hans Leopold ernsthaft, unsere SPD könnte gestärkt aus einer Großen Koalition hervorgehen? Mit den Agenda-2010 Be­für­wor­tern nach wie vor an unserer Spitze? Sie waren in wesentlichen Bereichen zu keiner ernsthaften Opposition fähig. Selbst im Wahlprogramm beim Thema “Ener­gie­wen­de” könnte man fast glauben, dieser Teil sei von EnBW oder Vattenfall “Fach­leu­ten” geschrieben worden.

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