So weit sind wir schon – Vorwärts zensiert Anzeige


Die Anzeige des Solarenergiefördervereins wurde vom Vorwärts zurückgewiesen
aber Vattenfall darf im Vorwärts (Dezember 2013, S. 25) ungeniert für die Braunkohle Reklame machen.


Dei SFV Anzeige
(draufklicken: großes Bild – SFV-Info dazu)
Die Vattenfall Anzeige
(draufklicken: großes Bild – Vorwärts, Dezember 2013)

Anmerkung G.K.: Im SPD-Wahlprogramm war “Energiewende in Bürgerhand” schon ein Fremdwort. Was heute von Hannelore Kraft und Peter Altmaier im Koalitionsvertrag angestrebt wird, könnte von RWE oder Vattenfall geschrieben worden sein. Deshalb:


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11 Antworten auf So weit sind wir schon – Vorwärts zensiert Anzeige

  1. Heide Braun sagt:

    Lupenreine Zensur !!
    Frau könnte kotzen !

  2. Helga Krahn-Wagner sagt:

    Ich habe den offenen Brief in Sachen Vorwärts unterzeichnet, weil die Annonce des Solar-Fördervereins vom Vorwärts auch dann noch abgelehnt wurde, als die in der hier gezeigten 1. Version enthaltene Aufforderung zur Ablehnung des Koalitionsvertrags vom SFV für eine 2. Version durch den Satz Als Umweltschutzverein sind wir über diesen Punkt entsetzt. ersetzt wurde – und im Gegenzug die Vattenfall-Braunkohle-Anzeige gedruckt wurde. Leider erfährt man auf diesen Webseiten hier von dieser 2. Version der SFV-Annonce erst dann, wenn man sich die Mühe macht, die Stellungnahme des SFV zu lesen.
    Den offenen Brief habe ich unterschrieben, weil ich diesen Vorgang beim Vorwärts als eine üble Zensur, Beeinflussungs- und auch Verdummungsaktion werte.
    Der Aufforderung, den Koalitionsvertrag nicht zu unterschreiben, schließe ich mich aber ausdrücklich nicht an.

  3. Oberham sagt:

    Ich bewundere die Fähigkeit zum Selbstbetrug bei den Mitgliedern der SPD.
    Die meisten sind ja wohl zahlende Mitglieder die Beiträge leisten und nicht Mandate und andere Posten ernten.
    Dabei ist diese Partei seit jeher eine schlichte Vertretung des Dienstestablishments, jener Gruppe von Menschen die willig und hörig dem Plutokratenpack in den Hintern kriecht.

    Nur – das verdrängt man an der Basis seit jeher, der wahre Sozialdemokrat glaubt tatsächlich seine Partei stünde für Solidarität, Ausgleich und die Verantwortung der Straken für die Schwachen – sorry – sehr selektiv mag das gelten, doch immer nur insofern man damit die Interessen der wirklich Mächtigen nicht wirklich anficht!

    Mein Tipp, Augen aufmachen, austreten und die politische Arbeit unabhängig oder versuchsweise in einer anderen Partei weiterführen.

    Zum Reflektieren kann man gerne auf meinem Blog stöbern, oder schlicht die Realität betrachten und die ganze Misere nicht mit einem verlogenem Pragmatismus übertünchen!

  4. Werner Schlegel sagt:

    Aber das ist doch uralt, beim Vorwärts (und der SPD…): Ich schrieb in den 80er Jahren als freier Journalist bei diesem Blatt u.a. für das Ressort “Arbeit & Kapital”. Und beendete eines Tages meine Mitarbeit, da im redaktionellen Teil die Atomkraft kritisiert wurde, während gleichzeitig die Kraftwerkunion ganzseitige Anzeigen dafür im Vorwärts schalten konnte. Natürlich wusste ich, dass Anzeigen und Redaktion grundsätzlich zwei paar Stiefel sind. Aber für mich war das eine rote Linie, denn entweder hat ein Blatt eine redaktionelle Grundhaltung, die dann auch für die Anzeigenabteilung zu gelten hätte oder es ist rückgradlos. Und dieses “Links-blinken-rechtsabbiegen-Syndrom” knnen wir von der SPD ja nun schon seit Jahrzehnten. Dieter Hildebrandt litt Zeit seines Lebens daran.

  5. Auch Hannelore Kraft ist lediglich an Ihrer Karriere und dem Ausbau Ihrer “Wichtigkeit” in der SPD interessiert. Dass der Großteil der Partei-Mitglieder unpolitisch und ohne Streitkultur ist, spielt ihr in die Karten.
    Man kann es bei jedem Ortsverein und bei jeder Regionalkonferenz beobachten. Kritische und unbequeme Fragesteller werden als Streitsucher und Unruhestifter von den so genannten “Gemäßigten” nieder gemacht und das unbedarfte Publikum klatscht Beifall.

  6. Robertz, Wilhelm sagt:

    Frau Kraft hat vereint mit Herrn Altmaier 2012 den größten CO2 – Emittenten Europas, das Braunkohlekraftwerk Neurath, eingeweiht.
    Damit ist für die nächsten 40 Jahre diese CO2 – Quelle dauerhaft “gesichert”.

    In den 80ziger Jahren gab es ein geflügeltes Wort: ” Das RWE hält sich eine ( NRW) Landesregierung”.
    Heute kann dieser Satz wieder unterschrieben werden – als Person steht hierfür Frau Kraft.

  7. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  8. Heinz Sonnberger sagt:

    Die Zukunft Deutschlands wird verschenkt – den Braunkohleverbrennern zuliebe.

  9. Peter Boettel sagt:

    Auch RWE durfte inserieren; wir sind schon weit gekommen. Vorkurzer Zeit musste die AfA auf Druck von DGB-Chef Sommer die frühere stellvertretende Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer von einer Veranstaltung ausladen.

  10. Günter Ruff sagt:

    In Hannelore Kraft habe ich mich echt getäuscht! Ist sie energiekonzernhörig geworden? Mit dem Argument “Arbeitsplätze erhalten” kann nicht immer der Kraft-Hammer geschwungen werden, es gibt auch andere Möglichkeiten z.B. neue Arbeitsplätze schaffen in anderen Branchen, um die Energie-Wende durchzustarten, über den Wende-Punkt zu bringen und nicht saft- und Kraft-los auf halbem Wege hängen zu lassen!
    Schade, ich hatte vorher recht viel von ihr gehalten!

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