Pro und Contra Große Koalition.


Pro
An die Unterzeichner des Aufrufs “Wider die Große Koalition”
Peter Conradi (MdB 1972 – 1998)

Contra
Minderheitsregierung – eine Perspektive für die Zukunft
Jens Berger, Nachdenkseiten
(…)
Mein Fazit: Ich kann Euren/Ihren Aufruf nicht unterschreiben, weil unter den ge­ge­be­nen Umständen zwischen einer Grossen Koalition und Neuwahlen abzuwägen ist. Diese Abwägung wird einerseits von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen abhängen, wobei klar ist, dass die SPD mit 25,7 % der Stimmen gegen die CDU/CSU mit 41,5 % nicht 100 % ihres Wahl­pro­gramms durchsetzen kann. Dagegen sind die zu erwartenden Ergebnisse einer Neu­wahl zu bedenken. Die Ablehnung der Grossen Koalition und eine Neuwahl wür­den möglicherweise die Re­gie­rungs­fä­hig­keit der SPD und ihre Zukunft als Volks­par­tei infrage stellen.
(…) Eigentlich ist es ja Konsens, dass die Große Koalition hierzulande eine Aus­nah­me sein sollte. Durch die Zerfaserung des Par­teien­sys­tems ist jedoch davon aus­zu­ge­hen, dass aus der Ausnahme künftig die Regel wird. Wer dies nicht will, sollte das Minderheitsregierungsmodel vielleicht per­spek­ti­visch in Betracht ziehen. Eine Chance hätte dieses Modell auch in Deutschland verdient.

Den ganzen Brief lesen …

Den ganzen Artikel lesen …

Wider die Große Koalition. So lautet ein Aufruf von prominenten Künstlern und Wissenschaftlern.
Kommentar von Albrecht Müller (Nachdenkseiten)
(…) Ich habe auf Anfrage nicht unterschrieben, will aber die Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten ausdrücklich ermuntern, sich mit dem Text wohlwollend zu beschäftigen und auch zu unterzeichnen, wenn sie das für richtig halten. Albrecht Müller.
(…)
Nebenbei: Wer es mit der Linkspartei aus parteilichen Gründen gut meint, der oder die muss zumindest die Große Koalition nicht fürchten.
Zum Schluss meines Kommentars: Es könnte ja sein, dass die Verhandlungen zur Großen Koalition scheitern. Dann wäre als erster Schritt zu planen, jene Vorhaben, bei denen sich SPD, Linkspartei und Grüne einig sind, also die Mietpreisbremse und der Mindestlohn zum Beispiel, als Gesetzentwurf dem Parlament vorzulegen. Dann hätte man immerhin einen ersten Erfolg. Dann könnte die Minderheitsregierung schon eher eine Option sein als heute.
(…)

Den ganzen Artikel lesen …

  Unterzeichnen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Pro und Contra Große Koalition.

  1. Hans-Adolf Bode sagt:

    Merkel hüllt sich in Schweigen und lächelt. Egal was bei der Abstimmung raus kommt.
    Unsere SPD ist auf jeden Fall der Prügelknabe. Die Medien hetzen bereits gegen die SPD als Vaterlandsverräter. sollte die Basis dagegen stimmen. Kein Wort ist zu hören oder zu lesen über die Möglichkeit einer Minderheitsregierung. Klar Merkel will das auf gar keinen Fall, denn dann hat sie niemanden dem sie unangenehmes in die Schuhe schieben kann.
    Zu bedenken ist auch. Vor 8 Jahren ging unsere SPD mit 35% in die Grosse Koalition, nach
    vier Jahren ging sie mit 22 % raus. Merkel strahlte. Vor 4 Jahren ging die FDP mit fast
    15 % in die Koalition und ging jetzt mit 10 % weniger nach 4 Jahren raus. Stellt Euch vor,, wir verlieren nach vier Jahren 10 % ,was möglich sein kann, die Linken und die Grünen
    werden stärker als die SPD, denn viele ehemalige SPD Wähler wollen keine CDU Politik mitmachen. Aber auch bei einer Neuwahl besteht die Gefahr, dass die SPD unter die Räder kommt und viele Stimmen verliert. Die einzige Chance besteht darin, der CDU/CSU eine Minderheitsregierung aufzudrängen.
    Viele Grüße aus Durban Südafrika Hans-Adolf Bode

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>