Bürger machen gegen Energie-Reform mobil


(Petra Wahlheim – Südwestpresse Ulm, 30.1. 2014)
Gabriel-Gegner gründen Bündnis in Berlin

In Berlin hat sich gestern das Bündnis Bürgerenergie gegründet. Ursula Sladek von den Elektrizitätswerken Schönau hat das Bündnis mitinitiiert.

Berlin/Schönau. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will die Energiewende und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformieren. Ein Punkt darin soll sein, dass neue Ökostrom-Anlagen weniger gefördert werden. Dagegen will das Bündnis Bürgerenergie vorgehen: „Unser Ziel ist es, der Bürgerenergie im politischen Berlin eine kraftvolle Stimme zu verleihen”, sagt Ursula Sladek aus Schönau im Schwarzwald. Sie ist bundesweit als „Stromrebellin” bekannt geworden, weil sie es mit einer Bürgerinitiative geschafft hat, dem damaligen Netzbetreiber das Netz abzukaufen und eine ökologische und dezentrale Stromversorgung aufzubauen. Im vergangenen Jahr ist Ursula Sladek mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet worden.

Das Bündnis Bürgerenergie hat sie mitinitiiert. Es besteht aus elf bundesweit agierenden Organisationen, deren Ziel eine ökologische und dezentrale Stromversorgung ist. Darunter sind die Netzwerk EWS eG aus Schönau, die Naturstrom AG, der Bundesverband Er­neu­er­ba­re Energien, die Bürger-Energie Thüringen und die Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz. Das Bündnis versteht sich als Kompetenzzentrum, das die gemeinsamen Interessen der Bürger bündelt und fokussiert.

„Wir wollen sicherstellen, dass sich alle Bürger an der Energiewende beteiligen können”, sagt Nils Boenigk von der Agentur für Erneuerbare Energien. Die Reform von Sigmar Gabriel wolle das verhindern. „Die von der großen Koalition vorgeschlagenen Reformpläne sind ein Schlag ins Gesicht der Bürger, die sich für eine dezentrale Bürgerenergiewende einsetzen”, sagt Ursula Sladek. Dabei seien es die Bürger, die die Energiewende mit Wind-kraft-, Solar- und Biogasanlagen vorantreiben. Durch das Bündnis sollen sie ein Gesicht und vor allem eine Stimme bekommen.


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