Viel mehr Kriegstreiberei geht nicht


(Deutschlandfunk, Nachdenkseiten, 8.8.2014)

Rasmussen in Kiew: Wir stehen bereit
Bei einem Besuch in Kiew hat Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen der Ukraine im Konflikt mit Russ­land die Unterstützung des Militärbündnisses zugesichert. Er rief Russland zum Abzug seiner Truppen von der ukrainischen Grenze auf. In der Ostukraine gehen die Kämpfe unterdessen weiter.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat der prowestlichen ukrainischen Regierung im Konflikt mit Russland demonstrativ den Rücken gestärkt. “Die Nato steht bereit, die Ukraine zu unterstützen”, sagte Rasmussen am Donnerstag bei einem Besuch in Kiew. Er warf Russland die Destabilisierung des Landes und die Unterstützung der prorussischen Separatisten vor. Der Konflikt im Osten bedrohe “die Freiheit und die Zukunft der Ukraine”, sagte der Nato-Generalsekretär.
Quelle: DLF


Anmerkung WL:
Seit wann entscheidet eigentlich ein Nato-Generalsekretär über den Einsatz der Nato? Oder tut das Rasmussen in Abstimmung mit der deutschen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin? Warum pfeift von der Leyen Rasmussen nicht zurück? Seit wann ist die Ukraine Mitglied der Nato? Seit wann besteht eine Bündnisverpflichtung?

Rasmussen wirft Russland die Unterstützung der Separatisten vor und droht gleichzeitig mit Unterstützung der Nato für die Militäreinsätze von Seiten der Kiewer Regierung. Viel mehr Kriegstreiberei geht nicht.


Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten auf Viel mehr Kriegstreiberei geht nicht

  1. Heidemarie Bayer sagt:

    Meinen Vorrednern gebe ich absolut recht : Wir lassen uns von den USA nur treiben, damit diese ihre wirtschaftlichen Interessen auf der ganzen Linie durchsetzen können wie ttip etc., immer “America first”.

  2. Friedrich Grimm sagt:

    In dieser Angelegenheit erwarte ich nicht nur Worte von v.d.Leyen, hier erwarte ich eine klare Stellungnahme unserer Kanzlerin. Ebenso erwarte ich eindeutige Verlautbarungen von unserem Außenminister und unserem Vorsitzenden S. Gabriel.

    • Hans-Jürgen Moser sagt:

      Vor Monaten habe ich schon an unseren Landesvorstand geschrieben und bis heute keine Antwort erhalten.
      Man braucht ein Feindbild um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.
      Das Feindbild hat man schon geschaffen und in die Köpfe der Menschen mit den olympischen Winerspielen–Putin-Spiele, gebracht. Dann ging es richtig los mit der Ukraine und schon war ein Feind da – Russland.
      Schade, dass Eppler in unserer Partei so wenig Gehör gefunden hat.
      Man will für die USA Fracking und das Freihandelsabkommen für und mit den USA durchsetzen. Und hier ist jeds Mittel egal.
      Unsere Regierung, einschließlich unserer Minister, unterstützen eine undurchsichtige Ukrainische Regierung ohne Wenn und Aber die mit rechtsradikalen und Faschisten durchsetzt ist. Ich bin auf jedenfall über unsere Regierungsmitglieder entsetzt.
      Wir lassen uns von den USA treiben wie schon lange nicht mehr.
      Hier im Wahlkreis Heidelberg gibt es einen CDU Einheizer L….., der ständig in der Ukraine unterwegs ist und dann auf seiner derzeitigen Sommertour aktuell berichtet.
      Den Artikel, “Das Ende der Demokratie – wie wir sie kennen” find ich hervorragend.
      Seit mehr als 20 Jahren bin ich Mitglied in der SPD, bin 10 Jahre Gemeinderat und seit mehr als 10 Jahren OV Vorsitzender. Ich bin nicht sicher, ob ich noch lange Mitglied bleiben werde.
      Seit die SPD in die Regierungsverantwortung gekommen ist, liest man nur die eigene Lobhudelei wie toll diese Regierung arbeitet und merkt nicht, dass in den Ländern um Deutschland die Stimmung und die Regierungen nach rechts abtriften.
      Ich will die Erfolge sicherlicht nicht schlechtreden, aber waren oder sind sie wirklich so ein RIESENERFOLG????
      Den vorhergehenden Kommentaren kann ich nur zustimmen.
      Leider haben zu wenige Genossen den Mut unserem PV zu wiedersprechen.
      Sorry, aber ich könnte mich gerade in Rage schreiben, so erzürnt bin ich.

  3. Karl-Heinz Irgang sagt:

    Die Anmerkung geht vollkommen in Ordnung, dieser Mann gehört schon längst in die Wüste geschickt! Spielen Frau von der Leyen und andere wieder die Marionetten der Rüstungsindustrie und des Kapitals, vergleichbar mit WK1 vor 100 Jahren?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>