Griechenland auf dem Weg zum EU-Protektorat?
Ultimatum zur Zwangsversteigerung von Immobilien


(Dieter Spöri – Blog der Republik, 11. November 2015)
Trotz optimistischer Sprachgirlanden in den Statements zur jüngsten Sitzung der Eurogruppe ließ das eigentlich mächtigste Gremium der EU die Regierung Tsipras wieder einmal demonstrativ an der kurzen Leine zappeln. Schminkt man die höfliche Sprachkosmetik ab, hat die Eurogruppe Tsipras in Wahrheit am Montag ein knallhartes Ultimatum gestellt, „binnen einer Woche“ die Zwangsversteigerung und damit mögliche Zwangsräumung von Immobilien zugunsten der griechischen Banken parlamentarisch durchzusetzen.

Ohne finanzielle Atempause beim Schuldendienst bleiben Staatsbankrott und Grexit die destruktiven und dominanten politischen Themen in der Eurozone. Diese unendlich negative Psychologie verhindert bisher auch, dass die europäischen Institutionen als Gläubiger langfristig eine reelle Chance haben, noch etwas von ihrem Geld zu sehen und den Teufelskreis ihrer bisher kontraproduktiven Rettungsprogramme zu stoppen.


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2 Antworten auf Griechenland auf dem Weg zum EU-Protektorat?
Ultimatum zur Zwangsversteigerung von Immobilien

  1. Jürgen von Sieg sagt:

    Peter Boettel hat ohne einschränkung recht. es ist eine große schande, was vor unseren augen abläuft. die apostrophierung von Schäuble als schwarze null ist ebenfalls zu unterstützen. Schäuble kämpft nicht nur für die schwarze null, er ist sie auch persönlich. dem ganzen treiben könnte ein ende gemacht werden, wenn man die rot-grün-rote koalition bilden würde. die bundestagsmandate dafür wären da. man könnte bis zur nächsten bundestagswahl die schnittmengen abarbeiten, die es zwischen SPD, den Grünen und der LINKEN gibt. mit etwas glück könnte man die kommende wahl gewinnen. da aber der vormann der SPD nicht die spur von courage hat, wird es dazu nicht kommen. Sigmar Gabriel, die rote doppel-null. als solche wird er in die geschichte eingehen.

  2. Peter Boettel sagt:

    Es ist ein großes Trauerspiel, wie Europa, unter Führung der Schwarzen Null, mit Griechenland umgeht, es ist zugleich entwürdigend und ein Beispiel von Neokolonialismus, ein Land, das als Wiege der Demokratie gilt, so schändlich zugunsten der Banken und Oligarchen unter Inkaufnahme von Armut, Arbeitslosigkeit, Zusammenbruch des Gesundheitssystems und vor allem zahlreicher Suizide zugrunde zu richten.

    Insbesondere die scheinheiligen sich christlich nennenden Regierungen in Osteuropa wie auf der iberischen Halbinsel sind sich bei der Demütigung Griechenlands einig, während sie, obwohl selbst vorher mit EU-Geldern hochgepäppelt, sich in der Flüchtlingsfrage egoistisch abkoppeln.

    Die undemokratische Gesinnung des portugiesischen Staatspräsidenten wird offenkundig, wenn er sich weigert, die neue Mehrheit für die Regierung anzuerkennen.

    Es ist eine Jammerschande, dass die Worte von Dieter Spöri in der SPD nicht gehört werden!

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