Gnadenakt des Königs


(Hermann G. Abmayr – KONTEXT, 24.02.2016)
Würde Hannah Arendt wählen gehen, und wie zufrieden wäre sie mit ihrem selbst ernannten Schüler Winfried Kretschmann? Der Stuttgarter Philosoph und Arendt-Kenner Michael Wein­gar­ten gibt Auskunft.

Kretschmann wollte den Politikstil ändern, versprach eine “Politik des Ge­hört­wer­dens” und berief sich dabei wieder auf Arendt.
Kretschmanns Formulierung erinnert stark an Monarchien, in denen es ein Gnadenakt des Königs war, Anliegen der Bürger anzuhören, ohne daraus irgendwelche Konsequenzen für sein Regierungshandeln ziehen zu müssen. Arendt wollte das genaue Gegenteil. Ihr ging es um die Machtentfaltung der BürgerInnen zusammen mit Parteien und staatlichen In­sti­tu­tio­nen und nicht um Modifikationen der Herrschaftsausübung, um damit das Funktionieren der bestehenden Entscheidungsprozesse zu verbessern.


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